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Mitarbeiter:innen und ihr Ehrenamt: Für Mirko Burfeindt endet ein Kapitel, ganz loslassen kann er nicht

Nach einem knappen Vierteljahrhundert war Schluss. Zu Beginn dieses Jahres hat Mirko Burfeindt (48 Jahre) vom Recycling Zentrum Stade (RZS) seine offiziellen Ehrenämter niedergelegt. Er möchte selbst mal wieder mehr Sport machen und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Aber er lässt mehrere Türen offen. "Einige Aufgaben in der Fußballabteilung des MTV Himmelpforten übernehme ich weiterhin", sagt er und ergänzt mit einem Lächeln: "Wenn bei den Hobbys meiner Kinder Unterstützung gebraucht wird, stehe ich zur Verfügung."

Für das RZS ist Mirko seit September 2024 tätig, zuständig für Marketing, Faktura und Statistik. Sein Weg ins ehrenamtliche Engagement hat sich bereits früh abgezeichnet. Zunächst begann er mit sieben Jahren, beim MTV Himmelpforten Tennis zu spielen. Einige Jahre später reichte ihm der aktive Sport allein nicht mehr. Mit 14 Jahren übernahm er gemeinsam mit einem Freund unterschiedliche Aufgaben in der Tennissparte. "Zuerst haben wir uns um die Plätze gekümmert", erinnert er sich. Später kamen Arbeiten rund um das Clubhaus und die organisatorische Unterstützung des Spartenleiters hinzu.

Doch die MTV-Tennissparte wurde aufgelöst, als Mirko Burfeindt etwa Mitte 20 war. Zeit für eine neue Aufgabe. Seine Leidenschaft zur Musik führte ihn 2002 als Gründungsmitglied zur Showband Jork e. V. Mirko übernahm dort sein erstes offizielles Amt als Schrift- und Pressewart im Vorstand.

Nur drei Jahre später begann er, beim MTV Himmelpforten aktiv Fußball zu spielen. Schon während dieser Zeit unterstützte er die Fußballobleute. Klar, dass er immer wieder angesprochen wurde, ob er nicht ein offizielles Amt übernimmt. "Dafür hatte ich aber keine Zeit. Ich war mit dem Vorstandsposten in Jork ausreichend ausgelastet", sagt er. Einer wollte das nicht akzeptieren: sein langjähriger Freund Tobias Rosendahl. 2017 hatte er Erfolg.

Mirko hatte bereits entschieden, 2018 im Vorstand des Jorker Vereins aufzuhören. Nach viel Überzeugungsarbeit ließ er sich im Januar 2017 zum zweiten Fußballobmann wählen. Eine Bedingung hatte Mirko: "Ich wollte nie 1. Fußballobmann werden." Doch ein schwerer Schicksalsschlag sollte seine Meinung ändern.

Im Alter von nur 39 Jahren starb sein Freund Tobi im April 2017 überraschend an einer Lungenembolie. Zwischen Schmerz und Trauer fasste Mirko die Entscheidung, das Amt seines verstorbenen Freundes weiterzuführen. "Das war für mich eine Ehrensache", sagt er heute rückblickend, spricht aber auch von seinem "schwersten Jahr".

Für fast zehn Jahre übernahm er die komplette Organisation der Fußballabteilung des MTV Himmelpforten, zumindest im Erwachsenenbereich. Dazu zählen rund 130 Fußballerinnen und Fußballer. Vor zwei Jahren wurde er vom Niedersächsischen Fußballverband für sein Engagement ausgezeichnet. Jetzt ist Schluss.

Er lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern (3 und 5 Jahre) in Himmelpforten, wo er sein ganzes Leben verbracht hat. Dem Fußballverein bleibt er erhalten, kümmert sich weiter um Spielerpässe und die Internetseite, die er selbst in dieser Form ins Leben gerufen hat. Aktuell genießt er es, mehr Freizeit zu haben. Geht es aber um die Hobbys seiner Töchter, kann er sich schon vorstellen, bei der einen oder anderen Aufgabe zu unterstützen.